Themenblock I

Konnektivismus, George Siemens, MOOC, Personal Learning Environment, Network, connection, social media, Network, sharing, learning, Network, Network,….

Das sind die Wörter, die mich seit Montag hauptsächlich beschäftigen und seit dem Start des ersten Themenblocks für den SOOC1314 kaum noch aus meinem Kopf zu bekommen sind. Da ist man als Lebewesen im Zeitalter der neuen Technologien und Medien in verschiedenster Weise vernetzt, ist Teil von verschiedenen sogenannten Social Networks, posted, shared, liked (oh man, alles beruht auf der englischen Sprache) hin und wieder mal was und denkt man weiß Bescheid, was in der Online-Welt so abgeht – aber nix da. Mir ist mal wieder bewusst geworden, dass es selbst in den Bereichen, von denen man denkt sich einigermaßen auszukennen, noch so unglaublich viel zu lernen gibt und dieser Lernprozess wahrscheinlich niemals enden wird. Schon alleine aus dem Grund, dass sich das Wissen heutzutage unglaublich rapide vermehrt. Und dieses Wissen möchte natürlich verbreitet werden. Doch wie macht man das am besten, wenn man im 21. Jahrhundert lebt? Ganz genau, man schmeißt den Computer an, öffnet seinen Internetbrowser und schreibt einen Blog, lädt ein Video auf YouTube hoch oder veröffentlicht zum Beispiel einen Wiki-Eintrag, der die entsprechenden neuen Erkenntnisse enthält – oder man macht es ganz klassisch über Mundpropaganda oder die Veröffentlichung eines Buches. Nun fangen die verschiedensten Leute an, auf diese Veröffentlichungen aufmerksam zu werden, sie beschäftigen sich mit dem Thema und wollen mehr wissen. Um dieses mehr-Wissen zu bekommen, lesen sie in Büchern nach, suchen im Internet nach weiteren Veröffentlichungen die dieses Thema betreffen, reden mit Freunden, Bekannten, Verwandten, Dozenten oder beliebigen unbekannten Personen darüber. Was für unbekannte Personen? Na, die ganzen anderen Internetnutzer. Man tauscht sich über verschiedene Foren mit ihnen aus, twittert, diskutiert in Facebook-Gruppen, kommentiert Blogeinträge – kurz und gut: man vernetzt sich.

Nun gibt es da einen Herren, der diesem ganzen Prozess des Veröffentlichens, Erkundens, Nachhakens – dem Lernen über Vernetzung – einen Namen gegeben hat. Dieser Herr nennt sich George Siemens. Mitarbeiter an der Athabasca Universität in Athabasca, Kanada. Bei so viel Vernetzung, so viel Lernen mit der Hilfe anderer, so viel voneinander und miteinander lernen, so viel connections, warum das ganze nicht Konnektivismus nennen!? Gesagt, getan – und die neue Lerntheorie des Konnektivismus war geboren.

Und was genau ist nun doch gleich Konnektivismus? Konnektivismus ist im Prinzip eine Unterkategorie des Konstruktivismus. Es ist eine Lerntheorie beruhend auf dem Lernen im heutigen digitalen Zeitalter. Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die uns durch diese Technologien gegeben sind, uns mit anderen Leuten in Verbindung zu setzen, uns mit ihnen auszutauschen, ist der Konnektivismus eine Form des Lernens, bei welcher wir uns mit anderen Menschen vernetzen. Gemeinsames Arbeiten – Gruppenarbeit sozusagen – ist also der Mittelpunkt dieses Lernens.

Diese stattfindende Vernetzung ist außerdem Teil unserer persönlichen Lernumgebung, kurz: PLE (Personal Learning Environment). Was das schon wieder ist? Unsere persönliche Lernumgebung wird durch sämtliche Mittel und Medien gebildet, die unser Lernen unterstützen und für einen persönlich essentiell beim Lernen sind. Mehr dazu könnt ihr auch hier noch einmal nachlesen: Meine persönliche Lernumgebung.

Ihr merkt schon – ein Haufen neuer Wörter, Fachbegriffe, Input, Anglizismen. Aber ich denke, so langsam durchblicke ich das ganze und verstehe, was es mit all dem auf sich hat. Dabei helfen mir vor allem die vielen verschiedenen Artikel, die es online zu finden gibt, YouTube-Videos und die Blogeinträge der SOOC1314 Mitstreiter, in denen sie ihre Sichtweise der Dinge schildern. Ein Hoch auf den Konnektivismus!


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4 thoughts on “Themenblock I

  1. Pingback: Couch statt Hörsaal? | SOOC13/14

  2. Hey Elli, ich bin grad über deinen Blogbeitrag gestoßen. Da hast du recht, man denkt man ist ausreichend vertraut mit der Internetwelt und dann kommt der Sooc1314😛

    Als ich angefangen hab zu lesen ist mir in den ersten Zeilen gleich was eingefallen. “Doch wie macht man das am besten, wenn man im 21. Jahrhundert lebt? Ganz genau, man schmeißt den Computer an…” Für uns junge Leute ist das absolut normal und erfordert wenig Aufwand. Wir sind ja sozusagen damit aufgewachsen. Aber was machen denn die Leute, die das nicht von Kindheit an kennen oder in einer anderen Generation aufgewachsen sind? Natürlich, sie werden zum Buch greifen oder sich anderweitig versuchen zu helfen. Aber wie benachteiligt sind sie dadurch, dass sie die Möglichkeiten und Erfahrungen mit dem “WWW” nicht haben? Das Internet erspart einem oft viel Zeit in der Bib usw. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, mich bei einer Frage jedes mal in die Bib zu setzen und in Büchern nach Antworten zu suchen. Dem müsste man wirklich mal nachgehen…

  3. Hallo Victoria, das stimmt. Wer in einer früheren Generation und nicht mit dieser Masse an Technik groß geworden ist, der ist durchaus benachteiligt. Jedoch ist die Frage, ob diese Menschen das als Nachteil sehen. Für uns läuft es alles sehr viel schneller ab, einen entsprechenden Begriff zu googeln, um grundlegendes WIssen darüber zu erhalten. Doch dnekt man an das gute alte Lexikon, kann man auch mithilfe von Büchern schnell die Antwort auf eine Frage finden. Bzw. denke ich, wer ohne Internet groß geworden ist, ist vielleicht auch gut geübt darin, Bücher schnell auch bestimmte Themen zu durchsuchen. Man muss sich aber nun mal dazu bequemen, in die Bibliothek zu fahren (wofür ich selbst, muss ich gestehen, zu faul wäre) bzw. muss man sich außerdem nach den Öffnungszeiten der Bibliothek richten und hoffen, dass die entsprechende Literatur vorhanden ist.

    Ich denke, was ein viel größeres Problem ist und die Suche nach Antworten in Büchern bedeutend einschränkt, ist weniger die Zeit, die beim durchforsten der Bücher draufgeht, als die Masse an Informationen, diese stätig stattfindende Wissensvergrößerung. Da kommen die Autoren und Verlage kaum noch hinterher, ein Buch zu einem gewissen Thema zu drucken. Denn kaum ist es aus der Presse und in den Regalen, ist zu diesem Thema bereits neues Wissen erlang worden, was das gerade gedruckte entweder bedeutend ergänzt oder sogar komplett revidiert. Das Wissen des Internets ist da einfach aktueller als das Wissen, welches man in Büchern findet. Dies setzt wiederum voraus, dass man weiß, mit dem Medium Internet umzugehen. Und in der Hinsicht sind ältere Generationen klar benachteiligt.

    Jedoch ist es auch jedem selbst überlassen, wie sehr er benachteiligt sein möchte. Es gibt heutzutage genügend Fortbildungsveranstaltungen, Kurse an Volkshochschulen etc, in denen grundlegende Dinge gelehrt werden, wie man mit Computern und Internet umzugehen hat. Schranken setzt sich somit jeder individuell. Da kann man der Technik kaum Vorwürfe machen.

  4. Pingback: Sächsischer Offener Onlinekurs – ist das so schwer? | rumbelwumbel

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